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Financial and Actuarial Mathematics  
TU Wien, Austria  

 

Praxis der Finanz- und Versicherungsmathematik 2012

Ort: Technische Universität Wien, Hörsaal 6
(1040 Wien, Karlsplatz 13, Hauptgebäude der TU Wien, Erdgeschoß, zwischen Stiege II und VIII)

Zeit: Donnerstag, 1. März 2012, 9:00-17:30 Uhr und Freitag, 2. März 2012, 8:30-17:00 Uhr

Beschreibung:

Ziel dieses Workshops bzw. dieser Block-Lehrveranstaltung ist das Kennenlernen des wirtschaftlichen, rechtlichen, praktischen und berufsständischen Umfeldes eines Mathematikers in der Finanz- und Versicherungsbranche.

Dazu sprechen im ersten Teil (Donnerstag, 1. März) Absolventen der Mathematik über ihren Tätigkeitsbereich in der Praxis der Versicherungswirtschaft sowie der Finanzbranche und stellen aktuelle praktische Problemstellungen vor.

In einem zweiten Teil (Freitag, 2. März) finden Vorträge von Vertretern der Aktuarvereinigungen, der Finanzmarktaufsicht, etc. statt, um das organisatorische, berufsständische und aufsichtsrechtliche Umfeld (v.a. aus berufsständischer Sicht) vorzustellen. Dieser zweite Teil zählt für die Aktuarsausbildung auch als Berufsständisches Seminar, welches für die Aufnahme in die Sektion anerkannter Aktuare nötig ist.

Dieser Workshop richtet sich an

  • Studentinnen und Studenten der Finanz- und Versicherungsmathematik an der TU Wien, die ein Zeugnis über 1 Wochenstunde (1.5 ECTS) AKFVM erwerben können,
  • zukünftige Aktuare, die durch die Teilnahme beim zweiten Teil das Berufständische Seminar absolvieren können, sowie mit dem ersten Teil bereits erste CPD-Punkte sammeln können, sowie an
  • Aktuare in der Praxis, die durch die Teilnahme bis zu 12 CPD-Punkte für die Professionelle Weiterbildung erhalten können.

Eine Anmeldung ist erforderlich, sowohl für Studierende zum Erwerb eines Zeugnisses, als auch für die Ausstellung einer CPD-Bestätigung für die Weiterbildung anerkannter Aktuare (kostenpflichtig!!).

Information zur Anmeldung finden Sie unten.

Programm:

Donnerstag, 1. März 2012: Finanz- und Versicherungsmathematiker in der Praxis

Mathematiker in der Finanz- und Versicherungsbranche
9:00-9:45 Dr. Richard Warnung (Raiffeisen Capital Management)
Quantitative Methoden in der Praxis der Marktrisikoanalyse von Investmentfonds

In diesem Vortrag stellen wir die generellen Aufgaben der Marktrisikoanalyse von Investmentfonds dar. Diese sind motiviert durch gesetzliche Vorgaben, Kundenwünsche und als Grundlage für Investmententscheidungen.
Im Detail werden Risikomaße, sowie die Berechnung von Beiträgen zu diesen Risikomaßen dargestellt. Weitere quantitative Aufgabengebiete werden kurz vorgestellt.
9:45-10:30 Michel Verschuere, PhD (Emerald Consulting)
Applications of Derivative Pricing Techniques to Energy Markets

We provide examples of physical energy assets existing in the Gas, Power and Environmental markets and point-out their financially equivalent derivative character. In particular, we look at selected Gas production assets, pipelines, Liquified Natural Gas (LNG) terminals and corresponding shipping contracts, power generation plants and Industrial processes for Annex I Kyoto participants. This survey naturally leads us along a rich spectrum of derivatives, ranging from spread options, across bermudan options as well as index options.
10:30-11:00 Pause
11:00-11:45 Dr. Barbara Dengler und DI Andrea Ranner (Deloitte)
Embedded Value

Geschichte des EV, Komponenten und Berechnung des MCEV (Market Consistent EV), Bedeutung und Verwendung, Parallelen zu Solvency II
11:45-12:30 Mag. Eva Fels (Versicherungsverband Österreichs - VVÖ)
Der Versicherungsverband Österreichs: Interessensvertretung der Versicherungsunternehmen
12:30-14:00 Mittagspause
14:00-14:45 Dipl.-Ing. Beatrix Griesmeier (actuaria benefits consulting)
Mitarbeiterbeteiligung und Pensionskassenmodelle
14:45-15:30 Dr. Michael Schlögl (Wr. Städtische)
Mythos Freitag, der 13. und andere (multivariate) Phänomene
  • Freitag, der 13.
  • 2012 - die Auswirkungen eines Schaltjahres
  • Frauen oder Männer - wer fährt besser Auto?
  • Univariate versus multivariate Effekte am Beispiel von Bonitätsdaten
  • Ein Blick über die Grenze nach Deutschland: Fahren Deutsche anders? Wie sinnvoll ist ein "Garagennachlass" in der Auto-Haftpflicht?
  • Versicherungsmathematiker in der Schaden-/Unfall-Versicherung: Lebenslauf, Aufgaben, Daten- und Ergebnisaufbereitung, Warum die Branche SIE braucht
15:30-16:00 Pause
16:00-16:45 Dr. Martin Predota, CRM (Raiffeisen Bank International)
Mathematik im Bankwesengesetz
16:45-17:30 Dr. Hannes Kazianka und DI Florian Leisch (Österreichische Nationalbank)
Bankenaufsicht in Österreich

Freitag, 2. März 2012: Berufsständisches Seminar

Berufsständisches Seminar — Professionalism
8:30-10:00

Mag. Christoph Krischanitz (Präsident der AVÖ), Dir. Helmut Holzer (ehem. Präsident der AVÖ)
Die Rolle des Aktuars und des verantwortlichen Aktuars - Berufsbild und Berufsethik

10:00-10:30 Pause
10:30-11:45 KommR Dipl. Ing. Josef Thiemer (Vorstandsmitglied der AVÖ)
Standesrecht der Aktuare:
  • Materielles Standesrecht (Standesregeln)
  • Prozessuales Standesrecht (Disziplinarverfahren)
11:45-13:00 Mittagspause
13:00-14:45

Dr. Peter Braumüller (Leiter des Bereichs "Versicherungsaufsicht und Pensionskassenaufsicht" der Finanzmarktaufsicht)
Die aktuarielle Funktion unter Solvency II

Mag. Christoph Krischanitz (Präsident der AVÖ - Aktuarvereinigung Österreichs, arithmetica)
Die aktuarielle Funktion unter Solvency II

Podiumsdiskussion mit Dr. Peter Braumüller und Mag. Christoph Krischanitz
Zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen für Aktuare im Versicherungs- und Pensionswesen, v.a. im Hinblick auf Solvency II
14:45-15:15 Pause
15:15-16:15 Mag. Christoph Krischanitz (Präsident der AVÖ; Groupe Consultatif; arithmetica)
Internationale Aspekte
  • Organisationsrecht internationaler Vereinigungen
  • Internationale Standards
16:15-17:00

Univ.Prof. DDr. Christian Buchta (Universität Salzburg, Salzburg Institute of Actuarial Studies)
Obligatorische Weiterbildung für Aktuare

Informationen für Studierende

Studierende werden gebeten, sich zur Lehrveranstaltung "105.159 AKFVM Praxis der Finanz- und Versicherungsmathematik" im TISS anzumelden. Studierende anderer Universitäten mögen bitte zeitgerecht an der TU Wien mitbelegen (oder sich für ein Studium anmelden), sonst kann kein Zeugnis ausgestellt werden.
Die Teilnahme ist für Studierende ist kostenlos.

Zeugniserwerb: Die Lehrveranstaltung wird nur mit "mit Erfolg teilgenommen" beurteilt und kann als gebundenes Wahlfach im AKFVM-Topf des Master-Studienplans 2012 benutzt werden. Es gibt keine Prüfung, Voraussetzung für den Erwerb des Zeugnisses ist die Anwesenheit an allen vier Halbtagen.
Das positive Zeugnis zählt für die Absolvierung des Berufsständischen Seminars.

Informationen für Aktuare

Für Aktuare bringt diese Veranstaltung bis zu zwölf Punkte für die Continuing Professional Education. Für eine entsprechende Bestätigung ist eine Anmeldung mit Name und Adresse per E-Mail an das Sekretariat (Sandra Trenovatz fam@fam.tuwien.ac.at) erforderlich. Während der Veranstaltung ist die Bestätigung der Anwesenheit per Unterschrift notwendig.
Die Teilnahme kostet EUR 100,-.
Die CPD-Bestätigung wird nach der Teilnahme und nach Bezahlung der Rechnung automatisch ausgestellt und zugeschickt.

Informationen zum Berufsständischen Seminar

Der zweite Teil dieser Veranstaltung zählt als Berufsständisches Seminar, welches für die Aufnahme in die Sektion anerkannter Aktuare der AVÖ notwendig ist (seit 1.12.2011). Das Berufsständische Seminar deckt den Punkt "10. Professionalism" des IAA Education Syllabus ab, indem über die Standesvertretung und deren Abläufe, die Ausbildung, die Aufgaben und Pflichten der Aktuare (bis hin zur Berufsethik), sowie die aktuarielle Tätigkeit in den diversesten Einsatzbereichen von Versicherungsmathematikern vorgetragen wird.

Allgemeine Information

Für Mittagessen wird nicht gesorgt, es gibt in der Umgebung der TU ausreichend Möglichkeiten. Mit den Einnahmen der Teilnahmegebühren werden soweit möglich in den Pausen Getränke zur Verfügung gestellt. Sponsoren für Kaffeepausen sind herzlich willkommen - bitte wenden Sie sich ggf. an das Sekretariat unten.

Veranstalter:

Sekretariat: